Kieferorthopädenliste

Glossar

Offener Biss (KIG-Gruppe O)

Offener Biss heißt: Die Zahnreihen berühren sich beim Zusammenbeißen vorne oder seitlich nicht. Die Praxis misst den größten Abstand zwischen den Kanten der Schneidezähne oder den Spitzen der Backenzähne.

Begriff
Offener Biss (KIG-Gruppe O)
Stand
4. Oktober 2026

Was dahinter steckt

Im KIG-Schema, nach dem die Praxis Fehlstellungen einstuft, ist das die Gruppe O. Bei mehr als 4 Millimetern Abstand unterscheidet sie zwei Fälle. Entsteht der offene Biss durch eine Angewohnheit wie Daumenlutschen, ist das Grad 4. Liegt er im Knochenbau der Kiefer, ist das Grad 5.

Der Unterschied ist für die Behandlung wichtig. Kommt der offene Biss von einer Angewohnheit, kann er sich nach dem Abgewöhnen teilweise zurückbilden. Liegt er im Knochenbau, braucht er in der Regel eine aktive Korrektur mit Zahnspange oder durch die Kieferchirurgie. Fragen Sie die Praxis, welcher Grad vorliegt und ob die Kasse zahlt.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Richtlinie für die kieferorthopädische Behandlung, Anlage 1: Schema zur Einstufung des kieferorthopädischen Behandlungsbedarfs (KIG), Gemeinsamer Bundesausschuss,
  2. Richtlinie für die kieferorthopädische Behandlung, Anlage 2: Kriterien zur Anwendung der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG), Gemeinsamer Bundesausschuss,

Einsatz von Sprachmodellen

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Stand dieser Angaben: 4. Oktober 2026.