Kieferorthopädenliste
Lupe über einem Zahn mit Zahnspange neben einem Fragezeichen, Symbolbild für das Glossar kieferorthopädischer Fachbegriffe

Glossar zu Zahnspange und Kieferorthopädie

Das Glossar erklärt in einfachen Worten Begriffe, die Ihnen im Behandlungsplan, in der Vereinbarung mit der Praxis oder auf der Rechnung begegnen. Jede Erklärung beginnt mit ein bis zwei Sätzen und nennt danach ihre Quelle.

10 Begriffe

KIG (Kieferorthopädische Indikationsgruppen)

KIG ist eine Tabelle, mit der die Praxis Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer einstuft. Jeder Befund bekommt einen Grad von 1 bis 5. Ab Grad 3 zahlt die gesetzliche Krankenkasse, wenn die Behandlung vor dem 18. Geburtstag beginnt.

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Behandlungsbedarfsgrad

Der Behandlungsbedarfsgrad ist eine Zahl von 1 bis 5, die zeigt, wie schwer eine Fehlstellung von Zähnen oder Kiefer ist. Er entscheidet, ob die gesetzliche Krankenkasse die Behandlung bezahlt.

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Kraniofaziale Anomalie (KIG-Gruppe A)

Kraniofaziale Anomalien sind angeborene Fehlbildungen von Gesicht und Kiefer, vor allem Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Im KIG-Schema, nach dem die Praxis Fehlstellungen einstuft, bekommen sie immer den höchsten Grad 5.

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Zahnunterzahl (KIG-Gruppe U)

Zahnunterzahl heißt: Ein oder mehrere bleibende Zähne fehlen, etwa weil sie gar nicht angelegt sind. Im KIG-Schema zählt das nur, wenn die Lücke mit einer Zahnspange geschlossen oder für Zahnersatz vorbereitet werden muss.

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Retention (Zahndurchbruch)

Retention heißt hier: Ein bleibender Zahn bricht nicht durch, weil Nachbarzähne den Platz versperren oder etwas anderes im Weg liegt. Außer beim Weisheitszahn ist das im KIG-Schema Grad 4. Die Kasse zahlt, wenn die Behandlung vor dem 18. Geburtstag beginnt.

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Verlagerung (Zahn)

Verlagerung heißt: Die Anlage eines bleibenden Zahns liegt an einer falschen Stelle im Kiefer und kann deshalb nicht von selbst durchbrechen. Außer beim Weisheitszahn ist das im KIG-Schema der höchste Grad 5.

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Sagittale Stufe (Distalbiss)

Die sagittale Stufe ist der Abstand, um den die oberen Schneidezähne beim Zusammenbeißen vor den unteren stehen. Die Praxis misst ihn in Millimetern.

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Mesialbiss (KIG-Gruppe M)

Mesialbiss heißt: Die untere Zahnreihe steht vor der oberen. Im Alltag sagt man dazu auch Vorbiss.

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Offener Biss (KIG-Gruppe O)

Offener Biss heißt: Die Zahnreihen berühren sich beim Zusammenbeißen vorne oder seitlich nicht. Die Praxis misst den größten Abstand zwischen den Kanten der Schneidezähne oder den Spitzen der Backenzähne.

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Tiefbiss (KIG-Gruppe T)

Tiefbiss heißt: Die oberen Schneidezähne überdecken die unteren zu weit. Die Kasse zahlt nur, wenn die unteren Zähne dabei das Zahnfleisch am Gaumen verletzen.

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