Kieferorthopädenliste
Taschenrechner neben Münzen und einer Zahnspange, Symbolbild für den Kostenrechner Zahnspange

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Kostenrechner Zahnspange

Ja, die gesetzliche Krankenkasse zahlt die Zahnspange, wenn der Behandlungsplan mindestens Grad 3 nennt und die Behandlung vor dem 18. Geburtstag beginnt. Sie zahlen zuerst 20 Prozent an die Praxis und bekommen das Geld am Ende zurück. Für Extras zahlen Familien meist 500 bis 2.000 Euro dazu. Aligner zahlt die Kasse nicht, sie kosten 3.000 bis 8.000 Euro.

Ihr Anteil bis Behandlungsende
20 Prozent
Sozialgesetzbuch V, Paragraf 29, Stand 4. Oktober 2026
Extras, die Familien meist zahlen
500 bis 2.000 Euro
Verbraucherzentrale, Stand 25. April 2024
Aligner, ganz selbst bezahlt
3.000 bis 8.000 Euro
Techniker Krankenkasse, Stand 15. Mai 2024

3 Angaben genügen für Ihre Rechnung

  • Sie brauchen die Einstufung aus dem Behandlungsplan, einen Buchstaben mit einer Zahl wie E3 oder D4. Dazu kommen das Alter bei Beginn der Behandlung und die Art der Zahnspange.
  • Ihren Anteil von 20 Prozent zahlt die Kasse zurück, wenn die Behandlung abgeschlossen ist. Er ist also eine Vorauszahlung und keine Gebühr, die Sie verlieren.
  • Ist ein Geschwisterkind unter 18 aus demselben Haushalt gleichzeitig in Behandlung, sinkt der Anteil für das zweite Kind auf 10 Prozent.
  • Für eine feste Zahnspange, die Sie ganz selbst bezahlen, nennt keine Krankenkasse, Zahnärztekammer oder Verbraucherzentrale einen Preis. Deshalb steht dafür keine Zahl im Rechner.

Benachbarte Zähne stehen um mehr als 3 und bis 5 Millimeter versetzt.

2. Wie alt ist die Patientin oder der Patient, wenn die Behandlung beginnt?
3. Welche Zahnspange ist geplant?

Kleine Plättchen, die Brackets, werden auf die Zähne geklebt und mit einem Draht verbunden. Das ist die Zahnspange, die die Krankenkasse bezahlt.

Ja, die Kasse zahlt. Ihre 20 Prozent Anteil bekommen Sie am Ende zurück.

Die Einstufung E3 hat den Grad 3. Damit zahlt die gesetzliche Krankenkasse die Zahnspange. Sie zahlen 20 Prozent der Kosten an die Praxis und bekommen das Geld von der Kasse zurück, wenn die Behandlung wie geplant abgeschlossen ist. Brechen Sie die Behandlung ab, behalten Sie diese Kosten.

Für eine feste Zahnspange, die Sie ganz selbst bezahlen, nennen weder Krankenkassen noch Zahnärztekammern oder Verbraucherzentralen einen Preis. Die Zahlen im Internet stammen aus Werbung. Den Betrag für Ihren Fall nennt der Kostenplan, den die Praxis vor der Behandlung schreibt.

Für Extras zahlen viele Familien dazu, etwa für zahnfarbene Brackets, besondere Drahtbögen oder eine Zahnreinigung. In einer Umfrage der Verbraucherzentralen von 2017 kamen dafür meist 500 bis 2.000 Euro zusammen. 28 Prozent der befragten Eltern bekamen Angebote über 2.000 Euro.

Eine Recherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung kam auf rund 1.000 Euro im Durchschnitt, gezahlt von etwa 80 Prozent der Familien. Die Extras sind freiwillig. Die Zahnspange der Kasse muss auch ohne sie ausreichen.

Eine feste Zahnspange tragen Kinder meist drei bis vier Jahre, danach kommt der Retainer. So nennt es die AOK.

Die Praxis legt die Einstufung kurz vor Beginn der Behandlung fest und nimmt dafür die Fehlstellung mit dem größten Bedarf. Der Rechner arbeitet mit der Einstufung, die Sie eingeben. Er stellt sie nicht fest und ersetzt keine Untersuchung.

4 Regeln entscheiden, was die Kasse zahlt

  1. Ab Grad 3 zahlt die Kasse. Die Einstufung im Behandlungsplan hat einen Grad von 1 bis 5. Der Rechner schlägt Ihre Einstufung in der festen Tabelle mit 29 Feldern nach und rechnet nichts dazu.
  2. Die Behandlung muss vor dem 18. Geburtstag beginnen. Wer zu Beginn schon 18 ist, zahlt die Zahnspange selbst. Die Ausnahme ist eine schwere Fehlstellung des Kiefers, die zusätzlich eine Operation braucht. Dafür muss die Einstufung mindestens A5, D4, M4, O5, B4 oder K4 sein, also zählen auch D5 und M5.
  3. Ihre 20 Prozent bekommen Sie zurück. Sie zahlen diesen Anteil an die Praxis, und die Kasse zahlt ihn Ihnen zurück, wenn die Behandlung abgeschlossen ist. Für ein zweites Kind unter 18 aus demselben Haushalt sind es 10 Prozent.
  4. Die Zeit mit dem Retainer gehört dazu. Die Kasse zahlt die Nachsorge bis zu 2 Jahre nach der letzten Teilzahlung. Einen festen Draht hinter den unteren Schneidezähnen zahlt sie, wenn der Behandlungsplan dort E3 oder E4 nennt.

3 Extras, die Sie während der Behandlung selbst zahlen

  • Professionelle Zahnreinigung, je Termin 80 bis 120 Euro

    Viele Praxen bieten sie mit fester Zahnspange mehrmals im Jahr an, weil sich um die Brackets herum schwer putzen lässt.

  • Zahnfarbene Brackets, Brackets mit Klappverschluss, Zahnspange auf der Innenseite

    Sie unterscheiden sich von der Zahnspange, die die Kasse zahlt, im Material oder in der Technik. Sie sind der häufigste Grund, warum Familien dazuzahlen.

    Einen Preis für jedes einzelne Extra nennt keine Zahnärztekammer und keine Verbraucherzentrale. Bekannt ist nur, was Familien insgesamt dafür zahlen.

  • Fester Retainer nach der Behandlung

    Ein dünner Draht hinter den Frontzähnen hält die Zähne an ihrem neuen Platz. Hinter den unteren Schneidezähnen zahlt ihn die Kasse, wenn der Behandlungsplan dort die Einstufung E3 oder E4 nennt.

    Einen Preis für den Retainer nennt keine unabhängige Stelle. Einige Kassen geben einen Zuschuss, unterschiedlich hoch: die Techniker Krankenkasse einmalig bis zu 100 Euro, die DAK-Gesundheit höchstens 200 Euro, die KKH höchstens 150 Euro.

Vor der Behandlung schreibt die Praxis solche Extras in eine Vereinbarung, die Sie unterschreiben (Vordruck 4d). Dort steht auch, ob die Kasse weiter ihren Teil zahlt und Sie nur den Unterschied tragen, oder ob Sie das Extra ganz selbst zahlen. An diesem Punkt entscheidet sich der Betrag.

Woher die Zahlen stammen

  • Einstufung und Anspruch: Gemeinsamer Bundesausschuss, Richtlinien für die kieferorthopädische Behandlung, Abschnitt B und Anlagen 1 und 2, Fassung vom 17.08.2001, in Kraft seit 01.01.2004.
  • Anteil und Rückzahlung: Sozialgesetzbuch, Fünftes Buch, Paragraf 29.
  • Kosten Aligner-Schienen: Techniker Krankenkasse, Aligner: Gerade Zähne ohne Zahnspange, Stand 15.05.2024.
  • Extras neben der Kassenbehandlung: Verbraucherzentrale, Kieferorthopädie bei Kindern, ein teurer Spaß, Stand 25.04.2024, und NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung, Panorama: Zahnspangen, wie Kieferorthopäden Kasse machen, Stand 16.05.2024.
  • Professionelle Zahnreinigung, je Termin: Verbraucherzentrale, Was kostet eine professionelle Zahnreinigung, nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Stand 28.05.2024.

Für eine feste Zahnspange, die Sie ganz selbst bezahlen, nennt keine dieser Stellen einen Preis. Das Feld bleibt deshalb leer, statt eine Zahl aus Werbung zu übernehmen.

Häufige Fragen

Ab welcher KIG-Einstufung zahlt die Krankenkasse die Zahnspange?

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt die Zahnspange ab Grad 3 der KIG-Einstufung. Bei Grad 1 und 2 zahlen Sie die Behandlung selbst. Die Einstufung steht im Behandlungsplan als Buchstabe mit Zahl, etwa E3 oder D4.

Bekomme ich die 20 Prozent Eigenanteil für die Zahnspange zurück?

Ja, die Krankenkasse zahlt Ihnen die 20 Prozent zurück, wenn die Behandlung wie geplant abgeschlossen ist. Dafür reichen Sie die Bescheinigung der Praxis über das Ende der Behandlung bei der Kasse ein. Brechen Sie die Behandlung ab, behalten Sie diese Kosten.

Zahlt die Krankenkasse eine Zahnspange für Erwachsene?

Die Krankenkasse zahlt Erwachsenen eine Zahnspange nur in einer Ausnahme: bei einer schweren Fehlstellung des Kiefers, die zusätzlich eine Operation braucht. Die Einstufung muss dafür mindestens A5, D4, M4, O5, B4 oder K4 sein. In allen anderen Fällen zahlen Erwachsene die Behandlung selbst.

Wie viel zahlen Familien bei einer Zahnspange für Extras dazu?

Für Extras bei der Zahnspange zahlen Familien meist 500 bis 2.000 Euro, so eine Umfrage der Verbraucherzentralen von 2017. Eine Recherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung kam auf rund 1.000 Euro im Durchschnitt. Die Extras sind freiwillig, die Zahnspange der Kasse muss auch ohne sie ausreichen.

Zahlt die Krankenkasse Aligner wie Invisalign?

Nein, die gesetzliche Krankenkasse zahlt keine Aligner. Eine Behandlung mit den durchsichtigen Schienen kostet nach Angabe der Techniker Krankenkasse etwa 3.000 bis 8.000 Euro. Diesen Betrag zahlen Sie selbst.

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Die KIG-Einstufung zeigt, wie stark Zähne oder Kiefer falsch stehen, mit einem Buchstaben für die Art der Fehlstellung und einem Grad von 1 bis 5. Ab Grad 3 zahlt die gesetzliche Krankenkasse die Zahnspange, bei Grad 1 und 2 zahlen Sie selbst.

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