Glossar
Kraniofaziale Anomalie (KIG-Gruppe A)
Kraniofaziale Anomalien sind angeborene Fehlbildungen von Gesicht und Kiefer, vor allem Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Im KIG-Schema, nach dem die Praxis Fehlstellungen einstuft, bekommen sie immer den höchsten Grad 5.
- Begriff
- Kraniofaziale Anomalie (KIG-Gruppe A)
- Stand
- 4. Oktober 2026
Was dahinter steckt
Die Behandlung dauert meist Jahre. Dabei arbeiten Fachleute aus Zahnmedizin, Kieferchirurgie und weiteren Bereichen der Medizin zusammen. Deshalb bekommt diese Gruppe A den höchsten Grad.
Die Gruppe A kennt nur diesen einen Grad. Er gilt für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und vergleichbare Fehlbildungen, die zu einem Syndrom gehören. Die Praxis misst hier keine Millimeter wie in den übrigen zehn Gruppen. Sie stellt nur fest, ob die Diagnose vorliegt oder nicht.
Weil der Befund direkt den höchsten Grad bekommt, zahlt die gesetzliche Krankenkasse in diesen Fällen immer. Das gilt auch nach dem 18. Geburtstag, wenn zusätzlich die Bedingungen einer schweren Kieferanomalie erfüllt sind.
Quellen und Methodik
Quellen und Lizenzen
- Richtlinie für die kieferorthopädische Behandlung, Anlage 1: Schema zur Einstufung des kieferorthopädischen Behandlungsbedarfs (KIG), Gemeinsamer Bundesausschuss,
- Richtlinie für die kieferorthopädische Behandlung, Anlage 2: Kriterien zur Anwendung der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG), Gemeinsamer Bundesausschuss,
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Stand dieser Angaben: 4. Oktober 2026.